Österreichischer E-Commerce: Neue Strategien für den Heimischen Markt

In einem zunehmend umkämpften E-Commerce-Markt präsentiert die Österreichische Post AG in Zusammenarbeit mit dem Handelsverband Österreich neue Erkenntnisse und Maßnahmen, um heimischen Händlern den Weg in den Online-Verkauf zu ebnen. Vor dem Hintergrund eines stark wachsenden Wettbewerbsdrucks, besonders durch internationale Anbieter, setzt die Post gezielt auf Unterstützung für österreichische Unternehmen. Diese Maßnahmen sollen nicht nur die Sichtbarkeit und Effizienz lokaler Händler steigern, sondern auch deren Wettbewerbsfähigkeit gegenüber dem internationalen Handel stärken.

Einblicke in den Status Quo und neue Angebote

Laut der Studie sind bereits 71 Prozent der österreichischen Handelsbetriebe im E-Commerce aktiv, weitere zehn Prozent planen den Einstieg. Damit zeigt sich, dass der digitale Vertrieb längst nicht mehr optional ist, sondern eine notwendige Ergänzung oder sogar Hauptstrategie für viele Unternehmen geworden ist. Zudem nutzen fast ein Viertel dieser Betriebe Marktplätze wie shöpping.at, um ihre Reichweite zu erhöhen – ein klares Zeichen dafür, dass Marktplatzlösungen als wichtige Vertriebskanäle betrachtet werden.

Im Rahmen der neuen Maßnahmen startet die Post im November eine Aktion auf shöpping.at, die es heimischen Händlern ermöglicht, zu vergünstigten Konditionen Produkte nach Deutschland zu exportieren. Dies ist ein klarer Schritt, um den österreichischen Händlern den Eintritt in den wichtigen deutschen Markt zu erleichtern und ihre internationale Reichweite auszubauen.

Ab Anfang 2025 plant die Post zusätzlich, kostenlose „E-Commerce Fitness-Checks“ anzubieten. In Erstgesprächen wird analysiert, wie Händler ihre Online-Aktivitäten optimieren können, gefolgt von maßgeschneiderten Unterstützungspaketen. Dieses Beratungsangebot zeigt, dass die Post über den klassischen Logistikservice hinausgeht und sich als Partner für die Digitalisierung des Handels positionieren möchte.

Bedeutung und Chancen für den heimischen Markt

Ein wesentliches Ziel dieser Initiative ist es, den Verlust der Wertschöpfung ins Ausland zu reduzieren. Momentan kommen rund 80 Prozent der E-Commerce-Pakete aus dem Ausland – eine Entwicklung, die heimischen Anbietern Chancen verwehrt und gleichzeitig internationale Anbieter stärkt. Mit modularen Fulfillment-Lösungen, IT-Anbindungen und persönlicher Beratung vor Ort versucht die Post, diese Lücke zu schließen und den Handel in Österreich zu stärken.

Aus strategischer Sicht könnten diese Angebote entscheidend sein, um mehr Händler zur Digitalisierung zu bewegen und gleichzeitig bestehende Online-Shops zu optimieren. Dies könnte nicht nur den lokalen Markt beleben, sondern auch langfristig dazu beitragen, den Wettbewerb mit internationalen Anbietern auf Augenhöhe zu führen.

Fazit: Die Zukunft des Handels ist digital

Angesichts der Studienergebnisse, die zeigen, dass mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen die Zukunft im Online-Handel sehen, wird klar: Die Weichen sind gestellt. Mit den neuen Maßnahmen der Post könnten sich österreichische Händler besser positionieren und gleichzeitig von der Effizienz und Reichweite des E-Commerce profitieren. In den kommenden Jahren wird sich zeigen, ob diese Strategien dazu beitragen, die heimische Wirtschaft im digitalen Wettbewerb nachhaltig zu stärken.

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