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Shopify Basic Plan: 36 Euro im Monat, jetzt mit 10 Inventarstandorten

36 Euro im Monat, bis zu 10 Lagerstandorte: Shopify stellt den Basic Plan neu auf und adressiert damit gezielt Händler, die bislang zwischen Einstiegstarif und teurerem Shopify-Plan hin- und hergerissen waren. Wer Ware an mehreren Standorten führt – etwa Haupslager, Fulfillment-Partner und Ladengeschäft – musste bisher für eine saubere Bestandslogik oft in höhere Tarife wechseln oder auf externe Apps ausweichen. Diese Rechnung ändert sich jetzt.

Der Basic Plan bleibt Shopifys Einstiegspaket für den Online Store. Neu ist die Kombination aus Preis und Umfang: 36 Euro monatlich bei monatlicher Abrechnung, dazu die Verwaltung von bis zu 10 Inventarstandorten direkt im Admin. Für kleine und mittlere Händler mit Zwei- oder Drei-Lager-Strukturen ist das der relevante Teil des Updates. Wer etwa mit einem 3PL wie byrd, Hive oder einem eigenen Nebenlager arbeitet, kann Bestände jetzt ohne Workarounds standortbezogen abbilden – inklusive standortspezifischer Bestandsreservierung im Checkout.

Was bringen 10 Inventarstandorte konkret im Shop-Alltag?

Die Antwort ist simpel: deutlich mehr als die meisten Basic-Nutzer brauchen werden. Der typische Händler im 1- bis 10-Millionen-Euro-Segment kommt mit drei bis fünf Standorten aus. Dass Shopify die Obergrenze auf 10 setzt, nimmt Wachstumsspielraum vorweg – und drückt gleichzeitig den Druck auf Drittanbieter-Apps für Bestandsverwaltung. Multi-Location-Inventory war lange ein Argument für den regulären Shopify-Plan oder für Tools wie Stocky beziehungsweise externe Warenwirtschaften. Diese Abgrenzung wird unschärfer.

Praktisch heißt das: Bestellungen lassen sich je nach Lagerbestand und Standortnähe routen, Retouren gezielt einem Standort zuweisen und Überverkäufe reduzieren. Wer bisher mit einem Standort arbeitete und Bestände von Hand zwischen Lager und Filiale umbuchte, bekommt eine saubere Datenbasis, ohne den Tarif zu wechseln.

Kernsatz: Mit 10 Inventarstandorten im Basic Plan holt Shopify eine Funktion, die bisher upselling-relevant war, in den Einstiegstarif – für Multi-Lager-Händler sinkt damit die Einstiegshürde spürbar.

Warum der Preis nur die halbe Wahrheit ist

36 Euro klingt nach einem überschaubaren Fixbetrag. Die eigentlichen Kosten stecken aber nach wie vor in den Transaktionsgebühren. Im Basic Plan zahlen Händler ohne Shopify Payments höhere Fremdgebühren pro Bestellung – und auch mit Shopify Payments liegen die Kreditkartensätze über denen der höheren Tarife. Ab einem gewissen Bestellvolumen kippt die Rechnung: Der Aufpreis zum regulären Shopify-Plan amortisiert sich allein über niedrigere Transaktionskosten. Diese Schwelle sollten Händler mit ihren eigenen Zahlen nachrechnen, statt sich vom niedrigen Monatspreis leiten zu lassen.

Zu beachten bleibt auch: POS-Funktionen, erweiterte Berichte und zusätzliche Mitarbeiterkonten sind im Basic Plan weiterhin begrenzt. Wer stationär verkauft oder detailliertere Auswertungen braucht, stößt schnell an die Tarifgrenzen – ganz unabhängig von den neuen Inventarstandorten.

Einordnung für deutsche Händler

Für den deutschen Markt kommt ein Aspekt hinzu: Shopify positioniert den Basic Plan damit als vollwertige Alternative zu Shopware 6 in der Community-Edition oder JTL-Shop für Händler, die keine eigene Hosting-Infrastruktur betreiben wollen. Gerade JTL-Kunden mit Wawi-gestützter Mehrfachlagerung bekommen jetzt ein Cloud-Angebot, das funktional näher an ihren Alltag heranrückt. Ob das Wechselwillige tatsächlich bewegt, wird sich zeigen – die Warenwirtschaft bleibt bei Shopify das schwächste Glied.

Unser Rat: Prüfen Sie jetzt, ob Ihr aktueller Tarif überdimensioniert ist. Wer allein wegen der Lagerstandorte im nächsthöheren Plan hängt, kann mit diesem Update womöglich downgraden und spart doppelt – am Tarif und an der App-Rechnung.