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Memorial Day 2025: Lieferpausen bei USPS, UPS und FedEx

Memorial Day 2025: Lieferpausen bei USPS, UPS und FedEx

Der letzte Montag im Mai blockiert jährlich Millionen Pakete in den USA. Memorial Day, ein bundesweiter Gedenkfeiertag für gefallene Soldaten, zwingt USPS, UPS und FedEx zu einer kompletten oder teilweisen Betriebsunterbrechung. Für deutsche E-Commerce-Manager, die in den US-Markt verkaufen, entsteht dabei ein planbares, aber kostspieliges Problem: Lieferungen stocken, Tracking-Updates verstummen, Kunden erwarten trotzdem ihre Ware.

Wer liefert am Memorial Day – und wer nicht?

USPS pausiert an diesem Tag vollständig. Keine Zustellung, keine Abholung, keine Bearbeitung in den regionalen Verteilzentren. Wer mit dem staatlichen Carrier verschickt, muss mit mindestens einem Tag Verzögerung rechnen.

UPS stellt den regulären Betrieb ebenfalls weitgehend ein. UPS Ground und Standard-Express-Dienste ruhen. Lediglich UPS Express Critical, ein Premium-Notfallservice, bleibt für dringende Sendungen verfügbar – zu Preisen, die für Standard-E-Commerce-Sendungen irrelevant sind.

FedEx verhält sich ähnlich. FedEx Express, Ground und Home Delivery bleiben am Memorial Day geschlossen. Nur spezialisierte Dienste wie FedEx Custom Critical arbeiten weiter. Deutsche Händler, die über Fulfillment-by-Merchant (FBM) oder Direktversand agieren, sollten ihre Labels daher nicht auf diesen Termin datieren.

Amazon operiert mit einer gemischten Strategie. Die hauseigenen Fulfillment-Center arbeiten zwar durch, doch die Übergabe an externe Carrier verzögert sich. Kunden von Amazon.de merken das weniger, US-basierte Marketplace-Händler jedoch spüren Engpässe bei der Einlagerung und im Last-Mile-Bereich.

Was bedeutet das für deutsche Cross-Border-Händler?

Der Feiertag trifft vor allem Seller, die US-Lager über Amazon FBA oder Third-Party-Logistics (3PL) nutzen. Sendungen, die kurz vor dem Memorial Day eintreffen, bleiben in den Hub-Zentren der Carrier stehen. Der Check-in bei Amazon FBA verzögert sich um 24 bis 48 Stunden. Das kann bei knappen Beständen zu Out-of-Stock-Situationen führen.

Kundenkommunikation wird zum kritischen Hebel. US-Verbraucher kennen Memorial Day, internationale Besteller jedoch oft nicht. Ein vorsorglich angepasstes Versanddatum im Checkout verhindert Support-Tickets. Wer auf Plattformen wie Shopify, WooCommerce oder Shopware setzt, sollte die Feiertagsregeln in den Shipping-Profilen hinterlegen und die voraussichtliche Lieferzeit automatisch um einen Tag verlängern.

Kernsatz: Memorial Day ist kein unvorhersehbarer Black-Swan-Event, sondern ein fixer Kalendereintrag. Händler, die ihre Cut-off-Termine und Kundenkommunikation im Vorfeld steuern, vermeiden unnötige Retouren und negative Bewertungen.

Wie minimieren Händler die Feiertags-Reibungsverluste?

Prävention beginnt bei der Lagerhaltung. Ein Puffer von drei bis fünf Tagen vor dem Feiertag sichert die Verfügbarkeit. Wer über eigene US-Lagerflächen verfügt, sollte den Pick-and-Pack-Prozess am Freitag davor intensivieren.

Bei Amazon FBM oder Seller Fulfilled Prime empfiehlt sich eine manuelle Anpassung der Handling Time in Seller Central. Auch wenn der Algorithmus später automatisch korrigiert, schützt eine vorsorgliche Einstellung vor verspäteten Lieferungen und entsprechenden Strafen im Account-Health-Bereich.

Die Carrier selbst veröffentlichen ihre Holiday-Schedules Monate im Voraus. Deutsche E-Commerce-Leitungen sollten diese Daten direkt in ihre Operations-Kalender übertragen. Denn wer den US-Markt ernst nimmt, behandelt dessen Feiertage nicht als Fußnote, sondern als festen Bestandteil der Supply-Chain-Planung.