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Shopify Basic Plan: Eigener Onlineshop ab 33 Euro im Monat – das steckt im Einstiegstarif

33 Euro im Monat – mehr braucht es nicht, um einen eigenen Onlineshop zu eröffnen. Mit diesem Preis wirbt Shopify aktuell für seinen Basic Plan und positioniert das Angebot klar gegenüber Einsteigern, die bislang auf Marktplätzen wie Amazon oder eBay verkauft haben. Für Händler ab einer Million Euro Jahresumsatz ist der Tarif selten die Endstation. Doch wer D2C-Kanäle testet oder eine Zweitmarke aufsetzt, sollte genau hinschauen, was im Basic Plan enthalten ist – und wo er endet.

Was kostet der Shopify Basic Plan wirklich?

Die 33 Euro gelten bei jährlicher Zahlung. Wer monatlich kündbar bleiben will, zahlt spürbar mehr. Dazu kommen die Transaktionsgebühren: Wer Shopify Payments nutzt, zahlt die regulären Kreditkartenentgelte, wer auf externe Payment-Provider wie PayPal-Alternativen oder eigene Gateway-Anbindungen setzt, dem berechnet Shopify im Basic Plan zusätzlich 2 Prozent pro Transaktion. Bei einem Shop mit 100.000 Euro Monatsumsatz sind das 2.000 Euro – allein an Strafgebühr. Diese Rechnung entscheidet den Tarif, nicht die Grundgebühr.

Enthalten sind der vollständige Online Store mit Themes und Checkout, bis zu zehn Inventarstandorte, grundlegende Reports und zwei Staff-Accounts. Fehlen tun professionelle Berichte, eine präzisere Versandkosten-Kalkulation per Drittanbieter-API und mehr Mitarbeiterzugänge – alles ab dem Shopify Plan (rund 88 Euro monatlich) reserviert.

Kernsatz: Die Grundgebühr ist Marketing. Die tatsächlichen Kosten des Shopify Basic Plans entstehen über Transaktionsgebühren und fehlende Reporting-Funktionen.

Für wen lohnt sich der Einstiegstarif?

Drei Szenarien sprechen für den Basic Plan: der schnelle Markttest einer neuen Marke ohne große Infrastruktur, ein Nischen-Shop mit wenigen SKUs und überschaubarem Bestellvolumen, oder der ergänzende D2C-Kanal neben einem etablierten Marktplatzgeschäft. In allen drei Fällen zählt Time-to-Market mehr als Reporting-Tiefe – und genau da liegt die Stärke des Tarifs. Ein Shop lässt sich an einem Nachmittag aufsetzen, Zahlungen laufen über Shopify Payments inklusive Kreditkarte, Klarna und PayPal.

Etablierte Händler mit Team-Strukturen stoßen dagegen schnell an Grenzen. Zwei Staff-Accounts reichen weder für Lager, Buchhaltung und Marketing gleichzeitig, noch liefern die Basic-Reports belastbare Daten zur Warenkorbanalyse oder Kundenkohorten. Wer hier skaliert, zahlt am Ende mehr durch Workarounds als durch den Tarifwechsel.

Warum greifen manche Händler trotzdem auf Apps zurück?

Weil der Basic Plan bewusst Lücken lässt, die Shopify über seinen App Store monetarisiert. Erweiterte Berichte, erweiterte Versandregeln oder mehrsprachige Checkout-Texte lassen sich über Apps nachrüsten – etwa Berichts-Tools wie Better Reports oder Versandlogik-Apps für gewichtsabhängige Tarife. Das funktioniert, treibt die monatlichen Kosten aber schnell über die Differenz zum nächsthöheren Plan hinaus. Drei Apps à 15 Euro ergeben 45 Euro zusätzlich – da liegt der Aufstieg näher, als viele Händler zunächst kalkulieren.

Unsere Einschätzung: Der Basic Plan ist als Testballon unschlagbar günstig und ernst zu nehmen. Als dauerhaftes Fundament für Shops mit nennenswertem Volumen taugt er nicht – die 2 Prozent Fremdanbieter-Gebühr und das dünne Reporting sind keine Kleinigkeiten, sondern Geschäftsentscheidungen. Wer mit Shopify startet, sollte den Basic Plan mit einem klaren Ausstiegsszenario buchen: Entweder der Test trägt und der Tarifwechsel folgt binnen Monaten, oder der Kanal wird wieder geschlossen. Beides ist legitim. Nur stehenbleiben sollte man nicht.