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Wero startet im E-Commerce: Nuvei bringt EPI-Wallet in den Online-Checkout

Wero startet im E-Commerce: Nuvei bringt EPI-Wallet in den Online-Checkout

Wie will Wero den europäischen Zahlungsverkehr verändern?

46 Millionen Nutzer und mehr als fünf Milliarden Euro Transaktionsvolumen: Die Digital-Wallet Wero hat ihren Markttest bestanden, bevor sie überhaupt in Online-Shops auftauchte. Jetzt bringt der Zahlungsdienstleister Nuvei die Lösung der European Payments Initiative (EPI) in den Checkout europäischer Händler. Das Ziel ist klar. Käufer sollen Geld direkt von Bankkonto zu Bankkonto bewegen können – ohne Umwege über internationale Kartennetzwerke oder externe Zwischenhändler.

Technisch betrachtet: Was steckt hinter der Wallet?

Wero baut auf dem SEPA Instant Credit Transfer-Protokoll auf. Das bedeutet: Die Zahlung fließt in Echtzeit zwischen den Konten der Käufer und Verkäufer. Händler erhalten das Geld sofort gutgeschrieben, während die Kunden keine Kartennummern eingeben müssen. Diese direkte Kontoverbindung verspricht nicht nur höhere Geschwindigkeit, sondern auch niedrigere Bearbeitungskosten für die Händler. Besonders im Cross-Border-Geschäft innerhalb Europas könnte das einen spürbaren Unterschied machen.

Warum verlieren Händler Umsatz, wenn sie zu wenig Zahlungsoptionen anbieten?

Die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Fast 60 Prozent der europäischen Verbraucher schließen einen Online-Kauf eher ab, wenn der Shop ihre bevorzugte Zahlungsmethode bereithält. Umgekehrt springen mehr als neun Prozent der Käufer ab, sobald die passende Option fehlt. Eine Untersuchung von Deloitte bestätigt, dass Händler mit einem breiten Zahlungsportfolio mit einer Umsatzsteigerung von bis zu 20 Prozent rechnen können. Zudem steigt die Kundenbindung messbar. Wer hier nicht aufholt, verschenkt Potenzial – ganz konkret am virtuellen Point of Sale.

Wer setzt Wero bereits im Live-Betrieb ein?

Die Akzeptanz der Wallet lässt sich an harten Kennziffern ablesen. Allein im Peer-to-Peer-Bereich verzeichnete Wero bereits über 100 Millionen Transaktionen. Diese Reichweite nutzt Nuvei, um Online-Händlern einen schnellen Zugang zu einem etablierten Zahlungsnetzwerk zu ermöglichen. CamperDays zählt zu den ersten Unternehmen, die Wero in ihren Online-Checkout integriert haben. Das Beispiel zeigt, dass der europäische Markt bereit für alternatives Payment ist. Zugleich positionieren sich Nuvei und die EPI damit als Treiber einer stärker finanziell unabhängigen europäischen Zahlungslandschaft.

Ist Europa bereit für eine eigenständige Digital-Wallet?

Der Erfolg von Wero hängt nun davon ab, wie schnell weitere Händler nachziehen. Verbraucher erwarten bei der Kasse Geschwindigkeit und Sicherheit. Wer diese Anforderungen nicht erfüllt, verliert sie an Wettbewerber. Die Einführung durch Nuvei markiert dabei keineswegs das Ende einer Entwicklung. Sie stellt vielmehr die erste ernsthafte Konkurrenz für etablierte globale Player wie Apple Pay oder PayPal dar – zumindest auf dem europäischen Kontinent. Für Online-Händler lautet die Konsequenz: Die Zeit der passiven Zahlungsstrategie ist vorbei. Aktives Testen lokaler und innovativer Payment-Methoden wird zum Wettbewerbsvorteil.